


ECHOS OF MEDEA
Neufassung von Franz Grillparzers „Der Gastfreund“
von Christine la Renarde
Regie
Regieassistenz
Medea
Echo 1
Echo 2
Echo 3
Bühnendesign
Bühnenbild
Kostümbild
Lichtkonzept
Licht- | Tontechnik
Songwriterin
Arrangeur
Gitarre
Supervision
Projekt Betreuung
Musikalische Betreuung
CHRISTINE LA RENARDE
ROSA KETTERER
LIO SPIECKER
ANNA BILOUS
STEPHANIE PARFENOV
ROSA KETTERER
CHRISTINE LA RENARDE
REINHOLD BAUER,
HELMUT SCHREIER
CHRISTINE LA RENARDE
CHRISTINE LA RENARDE
MICHAEL STRIEGL,
MAX BOTSCHAFTER
KATHRIN FUCHSBERGER
MAXIMILIAN HOFER
ROSA KETTERER
SEBASTIAN MARTIN
BETTINA SCHÖNENBERG
VALENTINA PIEGGER
§"ECHOS OF MEDEA"
Trailer
INHALTSANGABE:
Das Gastrecht ist gebrochen, Phryxus, der Gastfreund, ermordet – ein Fluch lastet nun auf Kolchis. Im Zentrum Medea, gefangen in ihrem Turm, heimgesucht von Visionen. Zwischen der Last der Vergangenheit und der drohenden Zukunft quält sie eine einzige Frage: Hätte sie das Unheil verhindern können? Ihren Vater vom Mord abhalten? Ihr Land vor dem Untergang bewahren?
Verzweifelt durchlebt sie die Vergangenheit immer wieder, auf der Suche nach einem anderen Ausgang, einem Ausbruch aus den Strukturen, die sie systematisch klein halten. Doch je mehr sie sich gegen ihr Schicksal auflehnt, desto unerbittlicher zieht es sich um sie zusammen und sie kommt zu der bitteren Erkenntnis: Wer die Regeln nicht selbst schreibt, kann ihnen nicht entkommen.
ÜBER DIE INSZENIERUNG:
„Echos of Medea“ ist eine Neuinterpretation von Franz Grillparzers „Der Gastfreund“, die den Blick radikal nach innen richtet: Schauplatz ist nicht Kolchis, sondern Medeas Inneres, ein Raum aus Erinnerungen, Angst, Wut und tiefen Brüchen, in dem die Vergangenheit immer wieder aufreißt. Statt des Mythos über die „fremde Hexe“ erzählt die Inszenierung von einer Frau, deren Stimme im Patriarchat systematisch zum Schweigen gebracht wurde, und die nun darum kämpft, sich selbst zurückzuholen.
Drei „Echos“, Medeas innere Stimmen, lassen sie ihre Geschichte immer wieder erneut durchleben. Sie sind Projektionsflächen ihrer Schuld, ihrer Angst, aber vor allem ihres Schmerzes, und nehmen als Darsteller:innen Figuren aus Medeas Vergangenheit ein.
Das Bühnenbild als Spiegelkabinett zeigt Medeas zerbrochene Selbstbilder. Der Spiegel wird zum Sinnbild einer Gesellschaft, die Frauen glauben lässt, sie seien selbst schuld, wenn sie nicht weiterkommen, solange bis sie schweigen.
Ein wichtiges Element der Inszenierung ist der zentrale Song „Spiegelkabinett“, der Medea und ihrer Mutter eine Stimme geben, die im Original nicht erklingen durfte.
So wird das Stück zu keiner klassischen Nacherzählung des Mythos, sondern zu einer emotionalen Befreiungsreise: Medea stellt sich ihren Dämonen, um zu begreifen, dass ihre Geschichte nicht mit Schuld beginnt, sondern mit Gewalt, Verlust und Mut zum Widerstand.
Inszenierungsfotos
Fotograf: Werner Hofbauer




































