


Shadows of sanity
Psychologisches Musik-Kammerspiel
von Christine la Renarde
Premiere: 01. Mai 2026
Regie
Mira
Dr. Red
Bühnendesign
Bühnenbild
Kostümbild
Lichtkonzept
Licht- | Tontechnik
CHRISTINE LA RENARDE
MICHELLE THIELSCH
CHARLOTTE GRÜNEWALD
CHRISTINE LA RENARDE
CHRISTINE LA RENARDE
CHRISTINE LA RENARDE
DANIEL HUTTER
ANDREAS GÖRGNER
INHALTSANGABE:
"Die Gewalt fängt nicht an, wenn einer einen erwürgt.
Sie fängt an, wenn einer sagt: „Ich liebe dich: du gehörst mir!“ - Erich Fried
"Shadows of Sanity" ist ein psychologisches Musik-Kammerspiel über Trauma, Dissoziation und den schmalen Grat zwischen Wahrheit und Wahn. Im Zentrum steht Mira, eine junge Frau, die nach dem Mord an ihrem "Loverboy" in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist. Er hatte sie durch Gaslighting und emotionale Manipulation in die Prostitution gedrängt. Nun steht sie unter Beobachtung und soll sich erneut ihrer Vergangenheit stellen. Die Psychaterin Dr. Red, versucht, durch Gespräche Zugang zu Mira zu finden. Doch Mira entzieht sich: Statt nüchtern über die Tat zu sprechen, entwirft sie fiktive Geschichten und flüchtet sich immer wieder in selbst erschaffene Tagträume.
Das Stück ist Inspiriert von diversen Dokumentationen zu dem Thema „Die Loverboy-Methode“ und dem Song "Toxic" von Britney Spears.
Triggerwarnungen
Das Stück behandelt sensible und potenziell belastende Themen. Zuschauer:innen werden darauf hingewiesen, dass folgende Inhalte vorkommen können:
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psychische Gewalt und emotionale Manipulation (Loverboy-Methode)
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Gaslighting und toxische Beziehungen
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Darstellung von Ausbeutung und Zwang zur Prostitution
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Trauma und traumatische Erinnerungen
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Dissoziation und psychische Krisen
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Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung
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Andeutungen von sexueller Gewalt
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Mord bzw. Tötung eines Täters
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intensive emotionale und musikalische Szenen, die psychische Belastung darstellen
Die Inszenierung setzt sich sensibel und kritisch mit diesen Themen auseinander. Einige Szenen können dennoch emotional herausfordernd sein.
ÜBER DIE INSZENIERUNG:
Ein zentrales Anliegen der Regisseurin ist es, das Thema der sogenannten Loverboy-Methode sensibel aus dem Stück herauszuarbeiten. Inspiriert von verschiedenen Dokumentationen zu diesem Thema beschäftigt sich die Inszenierung mit den Mechanismen emotionaler Manipulation, Gaslighting und der schleichenden Entstehung von Abhängigkeit. Christine la Renarde legt dabei großen Wert darauf, das Thema differenziert und respektvoll zu behandeln. Gleichzeitig sollt das Stück trotz seiner inhaltlichen Schwere spannend und unterhaltsam bleiben und das Publikum emotional durch den Abend tragen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Musik. Für Christine la Renarde ist Musik eine universelle Sprache, die Gefühle unmittelbar transportieren kann und es dem Publikum ermöglicht, sich in die Figuren auf der Bühne hineinzuversetzen. Durch musikalische Momente, wird Miras Inneres hörbar.
Ein bewusst eingesetztes Stilmittel der Inszenierung ist die Verfremdung der Täterfigur. Die Schauspielerin, die die Psychiaterin Dr. Red verkörpert, übernimmt gleichzeitig die Rolle des Täters. Durch diese Doppelbesetzung wird die Täterfigur anonymisiert. Sie erscheint weniger als klar definierte Person, sondern vielmehr als Projektion innerhalb von Miras Erinnerungen und Wahrnehmungen. Christine la Renarde verfolgt damit die Idee, dass Manipulation nicht an ein bestimmtes Gesicht oder eine klar definierte Personengruppe gebunden ist.
Auch das Bühnenbild folgt einer stark symbolischen Bildsprache. Zentral im Raum stehen sechs Schaufensterpuppen: eine männliche und fünf weibliche Figuren, darunter auch eine Kinderpuppe. Für Christine la Renarde stehen diese Figuren für verschiedene Stadien der emotionalen Abhängigkeit der Hauptfigur. Sie wirken wie eingefrorene Momentaufnahmen von Identitäten, Rollenbildern und Erinnerungen.
Es entsteht somit in der Inszenierung keine lineare Nacherzählung eines Verbrechens, sondern eine emotionale Reise durch Erinnerung, Verdrängung und Selbstbehauptung. Shadows of Sanity wird zu einem Theaterabend, der ein sensibles gesellschaftliches Thema künstlerisch erfahrbar macht und das Publikum dazu einlädt, nicht nur zuzusehen, sondern mitzufühlen.






