


FEMME FATALE - Das Mysterium Der irene ADler
von Christine la Renarde
Regie
Regieassistenz,
Kampfchoreografin
Irene Adler
Sherlock Holmes
Dr. John H. Watson
Alter Mann, Amy Pearl
Prof. James Moriarty
Bonny Gold, Jenny Diamond
Inspector G. Lestrade,
Mickey, Ganove 1
Madame Surreal, Mrs. Hudson,
Magrit Zeis, Ganove 2,
Wache, Obdachloser
Colones Sebastian Moran,
Mycroft Holmes, Ted Furnham,
Berta Maletti, Polizist
Bühnendesign
Bühnenbild
Kostümbild
Lichtkonzept
Lichttechnik
Tontechnik
Songwriterin
Gitarre
CHRISTINE LA RENARDE
VANESSA TIELE
HELENA DAXENBERGER
MOMO FEICHTINGER
SABRINA POCHABA
MAREN KREUTLER
CHRISTOPH KILLINGER
MARIE FINKENZELLER
THOMAS PLANITZER
ANNIKA PLENK
SARAH JONES
CHRISTINE LA RENARDE
STS
CHRISTINE LA RENARDE
BASTIAN DUMÖCK
OLIVER DUMBÖCK
BASTIAN DUMBÖCK
KATHRIN FUCHSBERGER
BASTIAN DUMBÖCK
RUTH BERLETH
IGOR MISCHKE
LISA PFEFFERSEDER
BARBARA REINDL
JULIA THUILLE
VANESSA TIELE
TOBIAS OBRIETAN
KATHRIN RUNGGATSCHER
DIANA BOBB
INHALTSANGABE:
Was steckt hinter Arthur Conan Doyles mysteriös-feministischer Figur, Irene Adler?
Aus einer spannungsgeladenen Begegnung zwischen dem jungen Sherlock Holmes und der mysteriösen Irene Adler, wird der überaus kuriose Fall der "Femme Fatale von London". Holmes verfolgt mehrere Fährten, um der gefinkelten Frau und ihrem mysteriösen Auftraggeber auf die Schliche zu kommen und findet sich schon bald in dem geschickt gesponnenen Fadennetz eines dunklen Komplotts wieder. Zwischen Drogenschmuggel und Jazzgesang ringt der sonst so abgebrühte Detektiv mit ihm bislang unbekannten Gefühlen. Wird er den Fall rechtzeitig aufklären, oder muss er sich seine erste Niederlage eingestehen?
Das Stück zeichnet Arthur Conan Doyles bekannte Romanfiguren in einem neuen, modernen Licht und lässt die Zuschauer einen Blick hinter die sonst so reservierten Fassaden der Rollen werfen. Neben Publikumslieblingen, wie dem treuen Dr. John H. Watson oder dem stets überarbeiteten Inspektor Lestrade, sehen Sie auch brandneue Charaktere, wie die diebische Wahrsagerin Madame Surreal oder die erotische Jazzsängerin Bonny Gold.
ÜBER DIE INSZENIERUNG:
Mit „Femme Fatale – Das Mysterium der Irene Adler“ habe ich mich dazu entschieden, eine Sherlock-Holmes-Geschichte zu erzählen, die weniger von reiner Logik als vielmehr von inneren Konflikten, Ambivalenzen und emotionalen Brüchen getragen wird. In meiner Inszenierung richte ich den Blick bewusst auf Figuren, die nicht eindeutig sind – weder gut noch böse –, sondern von widersprüchlichen Motiven, Sehnsüchten und Verletzlichkeiten geprägt werden.
Ein zentrales Anliegen war es mir, feministische Perspektiven nicht plakativ oder belehrend darzustellen, sondern subtil und unterbewusst wirken zu lassen. Ich habe Irene Adler nicht als Symbol, sondern als eigenständige, komplexe Figur gezeichnet, deren Stärke gerade aus ihrer Vielschichtigkeit entsteht. Sie begegnet Sherlock Holmes auf Augenhöhe und bringt ein Weltbild ins Wanken, das lange von Kontrolle, Distanz und rationaler Überlegenheit geprägt war.
Besonders Sherlock Holmes selbst habe ich in den Fokus meiner Inszenierung gerückt – eine Figur, die oft als unerschütterlich, kühl und nahezu unverwundbar dargestellt wird. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, diese scheinbar undurchdringliche Schale aufzubrechen. Die Ereignisse des Stücks hinterlassen Spuren: Zweifel, emotionale Überforderung und innere Reibung. Mich hat vor allem interessiert, was Holmes innerlich antreibt und was geschieht, wenn seine gewohnte Ordnung ins Chaos gerät.
Gleichzeitig war es mir wichtig, für das Publikum ein echtes Abenteuererlebnis zu erschaffen – voller Nervenkitzel, Spannung und überraschender Wendungen. In meiner Inszenierung verbinde ich Kriminalgeschichte und Romanze, ohne dabei in bekannte Klischees zu verfallen. Die Beziehung zwischen den Figuren entsteht aus Begegnung, Reibung und gegenseitiger Faszination, nicht aus vorgefertigten Mustern.
Auch antagonistische Figuren wie Professor James Moriarty habe ich bewusst nicht eindimensional gezeichnet. Zwar bleibt er eine bedrohliche Kraft, doch ich habe ihn mit Intelligenz, Charisma und nachvollziehbaren Motiven ausgestattet, die ihn beinahe verführerisch machen. Diese moralische Grauzone verstärkt das Thema der Ambivalenz, das sich durch das gesamte Stück zieht.
Ein wesentliches Gestaltungsmittel meiner Inszenierung ist die Musik. Ich habe mich dafür entschieden, Musik nicht nur atmosphärisch einzusetzen, sondern als Mittel, um die innere Welt der Figuren für das Publikum hörbar zu machen. Gedanken, Emotionen und Spannungen, die unausgesprochen bleiben, erhalten so eine eigene Stimme und eröffnen eine zusätzliche Erzählebene.
Formal folgt die Inszenierung einem stark filmischen Ansatz. Ich habe mit Überblendungen, schnellen Szenen- und Schauplatzwechseln sowie einer dynamischen Erzählweise gearbeitet, um einen kontinuierlichen Sog zu erzeugen. Die Darstellerinnen und Darsteller bewege ich dabei immer wieder durch den Zuschauerraum und mitten unter das Publikum – bewusst, um die Distanz zwischen Bühne und Zuschauenden aufzulösen und das Geschehen unmittelbar erfahrbar zu machen.
So verstehe ich „Femme Fatale – Das Mysterium der Irene Adler“ als eine atmosphärisch dichte, emotionale und spannungsgeladene Neuinterpretation des Sherlock-Holmes-Universums, die weniger Antworten gibt als Fragen stellt – über Macht, Identität, Gefühle und die Fragilität scheinbarer Stärke.

















































